The Swapper

Nach einer Bruchlandung findet sich ein namenloser Astronaut auf einer riesigen Raumstation wieder. Kaum hat er die ersten Räume erkundet, findet er eine ominöse Kanone, die es ihm ermöglicht, Klone von sich selbst zu erzeugen und sein Bewusstsein in diese zu transferieren.

Der Download-Titel The Swapper schafft es von Anfang an, Spieler gekonnt in seinen Bann zu ziehen – und das trotz super simplem Gameplay: Per Klon-Kanone erzeugt man bis zu vier Abbilder seiner Spielfigur. Wo ihr diese Klone platziert, könnt ihr euch mehr oder weniger aussuchen. Sobald ihr einen Klon erzeugt, macht dieser genau dieselben Bewegungen wie die von euch gesteuerte Spielfigur. Springt ihr mit eurer Spielfigur in die Luft, springt euer Klon ebenfalls in die Luft. Watschelt ihr nach links, watschelt euer Klon ebenfalls nach links. Habt ihr mehrere Klone erzeugt, verwendet ihr den Wechslerstrahl um euer Bewusstsein in einen eurer Klone zu transferieren. Passt auf, dass eure Spielfigur(en) nicht aus all zu großer Höhe auf dem Boden landen. Passiert das bei einem der Klone doch mal, ist auch nicht viel verloren – schafft man sich eben einen neuen; schlägt allerdings eure aktive Spielfigur unsanft auf, sterbt ihr und müsst den Raum von vorne beginnen.

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Klone dürfen von euch fast überall erzeugt werden. Hier platzieren wir ihn auf einem Schalter um die Sperre anzuheben. (Bildquelle: Sreenshot / Facepalm Games)

So simpel und einfach sich das Ganze auch anhört, so kompliziert wird es, sobald die Farben blau und rot ins Spiel kommen. Nur durch diese zwei Farben wird das Lösen der schier einfachen Rätsel teilweise zur Herausforderung. Ab jetzt wird es notwendig, um die Ecke zu denken. So ist es in blau ausgeleuchteten Bereichen nicht möglich, einen Klon zu erzeugen, während per Wechslerstrahl in einen anderen Klon zu wechseln, hier kein Problem darstellt.

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In blauem Licht können keine Klone erzeugt werden. (Bildquelle: Sreenshot / Facepalm Games)

Im roten Licht ist die Sache genau umgekehrt: Es wird euch zwar erlaubt, Klone zu erzeugen, jedoch ist euer Wechslerstrahl blockiert. Um auch ja keine Langeweile aufkommen zu lassen, kommen zu den Lichtspielereien noch Schalter-Rätsel hinzu. Spätestens jetzt kann das fröhliche Knobeln beginnen. Vereinzelt finden sich auch magentafarbige Lichtstrahlen in den Räumen. Dieses besitzt die Eigenschaften von sowohl rot wie auch blau. Manche Räume bedienen sich sogar der Schwerkraft und lassen euch oder euren Klon an der Decke entlanglaufen.

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Rotes Licht blockt die Wechslerstrahlen. (Bildquelle: Sreenshot / Facepalm Games)

Die von euch zu untersuchende Raumstation ist gespickt mit Rätsel-Räumen sowie kleinen und großen Teleportern. In den Rätsel-Räumen knobelt ihr euch bis zum Einsammeln der im Raum befindlichen Sphären. Diese werden benötigt, um neue Bereiche der Raumstation zu betreten. Kleine Teleporter beamen euch zu einem bestimmten anderen kleinen Teleporter. Bei den großen Teleportern habt ihr die Wahl, zu welchem anderen großen Teleporter ihr gebracht werden wollt.

Die Story wird euch durch Terminals und sprechende “Steine” näher gebracht. Anfangs noch etwas unverständlich, bekommt die Hintergrundgeschichte durch die vielen einzelnen Segmente bald mehr Tiefgang. Für einen Oscar wird die Story aber dennoch nicht reichen. Die Hintergrundmusik ist zurückhaltend und stimmig ausgefallen. Die leisen Musikstücke begleiten euch durch die beklemmende düstere Raumstation, gehen dabei aber nie auf die Nerven.

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Räume, Portale und Türen. Auf der Karte habt ihr alles im Blick. (Bildquelle: Sreenshot / Facepalm Games)

Dank der immer aufrufbaren Karte verliert ihr nie den Überblick: Besuchte Räume, noch nicht betretene Türen, Terminals und “Steine” mit Story-Segmenten sowie noch nicht aufgesammelte Sphären und unbenutzte Teleporter werden auf der Karte markiert. Hier verliert sich keiner in einem Labyrinth aus Räumen.

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