Im Rampenlicht: inFAMOUS – First Light

Ende März schlug inFamous: Second Son wie ein Blitz in unsere PS4-Systeme ein. Knapp sechs Monate nach diesem hervorragenden inFamous: Second Son (HIER unser Review) bringen Sony und Sucker Punch die Stand-Alone-Erweiterung inFamous: First Light auf die PS4.

Habt ihr inFamous: Second Son gedaddelt, brauche ich euch den Hauptcharakter nicht großartig vorzustellen. Alle anderen sollten sich den Namen Abigail Walker (aka Fetch) hinter die Ohren schreiben. Fetch ist ein Conduit. Sie besitzt die Fähigkeit Neon zu bändigen, und dieses gegen ihre Gegner einzusetzen. Fetch ist jedoch ein Kind der Straße, und verliert bei hoher Belastung schnell die Kontrolle. Falls das passiert sollte man besser nicht in ihrer Nähe sein.

Alles beginnt in der Haftanstalt Curdun Cay. Fetch ist eine Gefangene des D.U.P. Brooke Augustine (die Chefin des D.U.P.) befragt Fetch zu ihrer Vergangenheit. Augustine ist aber nicht nur an der Geschichte von Fetch interessiert. Sie will versuchen Fetch zu trainieren, um herauszufinden welches Potenzial in Fetch steckt.

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In Curdun Cay lässt Fetch ihr Leben als Conduit Revue passieren.

In mehreren Rückblenden erfahren wir, wie Fetch zu einem gefürchteten, gnadenlosen Conduit geworden ist. Hierbei begebt ihr euch mit Fetch in den Nordteil von Seattle. Richtig gelesen. Nicht alle Teile die man aus Second Son kennt, haben es in die Erweiterung geschafft. Nur die Nordhälfte mit ihren sieben Bezirken ist vertreten. Da First Light jedoch nur eine Erweiterung ist, kann das verschmerzt werden.

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Die von Eugene erzeugten Gegner in den Arenen sind zwar nur aus hartem Licht, machen einem das Leben trotz allem ganz schön schwer.

Grafisch und akustisch erwartet euch typische inFamous: Second Son-Kost. Die Stadt wuselt noch immer vor sich hin. Manchmal kommt es mir aber so vor das es den Menschen in Seattle herzlich Wurscht ist wenn ein Conduit ihren Weg kreuzt. Bei Second Son hätte der Mob eher reißaus genommen als bei First Light.

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Fetch sieht zwar nicht so aus, kann aber ganz schön zulangen.

Schnell stellt man fest das es wieder einiges zu finden gilt. In jedem Bezirk gibt es versteckte Lumen zu finden. Diese “Neon-Bälle” schweben bewegungslos herum, und warten darauf gepflückt zu werden. Manche Lumen düsen jedoch durch die Gegend. Diesen hetzt man per Neon-Sprint hinterher, nutzt gewisse Bereiche für einen zusätzlichen Boost, und ergattert das umherirrende Lumen bevor es das Weite sucht.

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Wird Fetch richtig wütend, packt sie ihre Spezialfähigkeiten aus.

Gesammelte Lumen, erledigte Aufgaben und gesprayte Neon-Graffitis bringen euch SP-Punkte. Diese Punkte investiert ihr in einem Talentbaum zum verbessern verschiedener Kräfte wie Neon entziehen, Lichtgeschwindigkeit, Laserfokus usw.

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Die Neon-Graffittis werden mit Hilfe der Bewegungssteuerung eures Controllers an die Wand “gepinselt”.

Akulas (eine Straßengang) und das D.U.P. haben mit Frau Walker einen übermächtigen Feind gegen sich. Fetch feuert mit Neon aus allen Rohren. Egal ob normaler Angriff, fokussierter Angriff auf gewisse Schwachstellen, Stasis-Blasen oder Neon-Singularität. Fetch heizt den vermeintlich bösen Buben ordentlich ein. Trefft ihr die Schwachstellen eurer Gegner, füllt sich eine Anzeige. Erst wenn diese Anzeige voll ist könnt ihr die Singularität einsetzen. Ist es dann soweit, erzeugt ihr eine Art schwarzes Loch. Dieses Loch saugt alle Gegner in der Umgebung ein und setzt sie außer Gefecht. Konnte man in Second Son an gewissen Punkten Gut oder Böse sein, wird euch die Entscheidung in First Light abgenommen. Moralische Entscheidungen fallen also flach.

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Setzt Fetch die Singularität ein, zieht eine art schwarzes Loch alles und jeden in der Umgebung an, um es dann in die ewigen Jagdgründe zu befördern.

Eure Reise durch Seattle wird jedoch immer wieder von den Erzählsequenzen in Curdun Cay unterbrochen. Jedesmal wenn ihr euch in Curdun Cay befindet, steckt euch Augustine in eine Arena. Nach einem kurzen Plausch kommen auch schon Wellen von Gegnern auf euch zu. Die von Eugene erzeugten Gegner aus hartem Licht (Insider wissen Bescheid) setzen einem ganz schön zu, und sind in späteren Arenen auch sehr Zahlreich. Vor jedem Arena-Kampf offenbart Fetch eine neue spezielle Kraft aus ihrem Repertoire. Diese wird dann in der Arena ausgiebig getestet.

Mein Senf:

Wer inFamous: Second Son mochte, wird mit inFamous: First Light auch seinen Spaß haben. Neulinge des inFamous-Universums bekommen jedoch ein zweischneidiges Schwert in die Hand. Macht doch First Light im Vergleich zu Second Son in manchen Punkten einen Schritt zurück. Keine moralischen Entscheidungen, unterbrechen des Spielflusses durch teils nervende Arena-Kämpfe, und nur sammelbare Lumen. Als Fan von inFamous bin ich mit First Light voll zufrieden, werde aber das Gefühl nicht los das hier etwas überstürzt gearbeitet wurde.

 

 

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1 Kommentar

  1. Ich spekuliere immer noch ob “Infamous Second Son” was für mich ist, eben weil das ein reines “Single Player” ist und ich seit dem ende der ersten Xbox davon bewusst die Finger lasse. Sowohl auf Konsole wie auch PC, aber seit ich diese Spiele-Serie kennengelernt habe durch Bekannte und Freunde bin ich doch sehr davon angetan. Auf jeden Fall ist diese Spielkritik sehr förderlich für mich und meine zukünftige Entscheidung ob ich beide Spiele doch noch kaufe oder nicht. Danke dafür! :D