Borderlands 2 sucht auf PS Vita nach Kammerjägern

Seit dem auffinden des Rohstoffes Eridium steht der Planet Pandora (nicht der mit den Cameron-Schlümpfen) unter der Fuchtel von Handsome Jack und dessen Hyperion-Konzerns. Durch den Besitz des Eridium-Vorkommens hofft Handsome Jack die Herrschaft über Pandora zu erlangen.

Gleich mal vorweg. Borderlands 2 für PS Vita braucht viel Speicherplatz. Habt ihr die Modul-Version ergattert, fallen “nur” 300 MB für eine Update-Datei sowie 1,8 GB für die sechs Zusatzinhalte an. Entscheidet ihr euch für die Download-Version braucht ihr mindestens 5,4 GB (3,3 GB fürs Game, 300 MB fürs Update, 1,8 GB für die DLC´s) freien Speicher.

Jetzt aber zum Game.

Um zu verhindern dass es mit Pandora und Handsome Jack so weit kommt, schlüpfe ich in die Haut von einem der sechs “Kammerjäger”. Je nach dem welchen Stil ich bevorzuge, warten verschiedene Kämpferklassen auf mich. Als Grobmotoriker werde ich mich für den „Gunzerker“ oder den „Psycho“ entscheiden. Spiele ich jedoch den Leisetreter werden mir der „Assassin“ oder die „Sirene“ lautlose Dienste leisten.

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Die sauer verdienten Erfahrungspunke werden in Skill Points umgewandelt und im Talentbaum für verschiedene Charakterverbesserungen ausgegeben.

Nachdem ich mich für einen Charakter entschieden habe, passe ich noch Frisur, Kleidung und Namen meines Charakters an. Jetzt wird es aber höchste Eisenbahn. Ab nach Pandora und Handsome Jack wie eine Kakerlake zertreten.

Gleich zu beginn läuft mir ein Wall-E für Arme über die Quere. Die Blechkiste schimpft sich auf den Namen „Claptrap“ und scheint irgendeinen schaden zu haben. Die hohe krächzende Stimme des Roboters, der anscheinend jeden Gedanken der seinen Arbeitsspeicher durchstreift, laut aussprechen muss, geht einem nach einiger Zeit so richtig auf die Nerven. Aber dieser Roboter in all seiner Schrägheit, passt aber perfekt in das abgedrehte Setting.

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Claptrap (der Blechgeselle auf der linken Seite) übernimmt die Rolle des roten Fadens und führt euch durch die Story.

Das Setting zu beschreiben fällt mir jedoch schwer, werde es aber trotzdem Versuchen. Borderlands 2 ist ein Ego-Shooter in erwachsener, dreckiger Cell Shading-Optik. Die Atmosphäre von Borderlands 2 ist eine Mischung aus Mad Max, The Expendables und Machete. Markige Sprüche wechseln sich mit Actioneinlagen und abgedrehten Dialogen ab. Egal ob springen, hocken, Auto fahren, zielen oder Waffen wechseln, alles funktioniert Ego-Shooter typisch ziemlich einwandfrei.

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Die Karte rechts oben ist zwar gut und schön, für Vita-Verhältnisse jedoch “fast” zu klein ausgefallen.

Leider wurde die Nahkampfattacke auf das Rückseiten-Touchpad gelegt. Die Vita zu halten ohne das Rückseiten-Touchpad zu berühren stellt aber eine enorme Herausforderung dar. Zu oft passiert es dass ich in der Hitze des Gefechts die Rückseite der Vita berühre. Statt einen verheerenden Headshot auszuteilen, fuchtelt mein Charakter im entscheidenden Moment nur Sinnlos in der Luft herum. Auch das zoomen der Karte sowie das werfen von Granaten läuft (leider) auch über das Rückseiten-Touchpad ab. Bis ich die Vita mit ihrem Rückseiten-Touchpad im Griff hatte, ließ ich aber einiges an Nerven liegen.

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Solch ein kapitaler Treffer gelingt euch nur, wenn ihr nicht aus Versehen wieder mal das Rückseiten-Touchpad berührt, und somit eine Nahkampfattacke auslöst.

Trotz kleinerer Rückschläge mit der Steuerung kämpfe ich mich durch den umfangreichen Storymodus. Um die Orientierung nicht zu verlieren, nehme ich die Karte in der rechten oberen Ecke zur Hand. Die ist für Vita-Verhältnisse aber ziemlich mickrig ausgefallen. Auf einem großen TV wird die Kartengröße auf dem HUD ausreichen, für die Vita ist sie aber zu klein. Aber nicht nur die Karte ist mickrig ausgefallen. Die Symbole und Schriften in den Menüs hätten für die Vita auch etwas mehr Größe vertragen. Man muss sich die Vita zwar nicht an die Nasenspitzte kleben, teilweise wandert das Gerät (im altmodischen Zoom-Verfahren) doch des Öfteren gen Gesicht.

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In diesem Menü ist die “Schriftgrösse” bereits grenzwertig.

Hat man sich aber an die Menüs gewöhnt, funktioniert die Sache halbwegs Problemlos. Missionsbeschreibung, Erfahrungspunkte, Karte, verschiedenste Schießprügel, Rucksackinhalte, Talentbaum und Statistiken werden geschwinde eingesehen, verwaltet und besichtigt. Wird mir alleine langweilig suche ich mir einfach einen Freund über das PSN und zocke Borderlands 2 zu zweit. Als zusätzlichen Gimmick besitzt Borderlands 2 sogar eine Cross-Save Funktion.

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Schießprügel so weit das Auge reicht. Ist euer Rucksack überfüllt, sollten unnötige Waffen “weggeworfen” oder verkauft werden.

Borderlands 2 überzeugt mich trotz der zu klein ausgefallenen Menüs und dem enormen Speicherplatz-Bedarfs. Mehr als 4 Blindgänger werden sich im 20-schüssigen Revolver nicht finden.

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