Hironobu Sakaguchi und sein Entwicklerstudio Mistwalker entführen uns im Rollenspiel The Last Story in eine mittelalterlich angehauchte Welt voller Magie und Fantasie. Die Handlung spielt auf Ruli Island, einer Insel in einer Bucht vor der von massiven Bergketten abgegrenzten Hauptkontinent. Die Hauptstadt von Ruli Island, genannt Ruli City, ist reich an Rohstoffen und Lebensmitteln, was man leider nicht vom Rest von Ruli Island behaupten kann. Der Gegend um die Hauptstadt mangelt es nämlich an Rohstoffen, der Boden ist nicht sehr fruchtbar und die Menschen, die in diesem Bereich leben, werden generell als arm betrachtet.
Ruli City wurde sehr abwechslungs- und detailreich gestaltet, die Stimmung und Atmosphäre wirken sehr melancholisch. Die Personen die durch Ruli City flanieren sehen sehr unterschiedlich aus, hin und wieder begegnet man aber Zwillingen. Vereinzelt erspäht man Tauben die nahrhaftes aus den Ritzen zwischen den Pflastersteinen picken. Auch Geschäfte in denen ihr z.B. Pfeile für seine Armbrust kaufen könnt, sind in ganz Ruli City verstreut.
Das Prunkvolle Schloss mit seinen hohen Hallen und dem edel glänzenden Steinboden lädt ebenfalls zum Erkunden ein. Wenn ihr euch durch das Schloss bewegt findet ihr an jeder Ecke Ritter in schweren Rüstungen.
Der von euch gesteuerte Söldner Elza hat ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen: Sein größter Traum ist, es dem Söldnertum zu entkommen und durch seine Heldentaten in den Ritterstand erhoben zu werden. Ritter sind in der Gesellschaft von Ruli hoch angesehene, respektierte und einflussreiche Persönlichkeiten, während Söldner eher mit dem Dreck unter den Fingernägeln gleichgesetzt werden. Obwohl es auf dem Papier möglich ist, vom Söldnertum in den Ritterstand zu wechseln, ist dies in der harten Realität sehr unwahrscheinlich. Doch Elza hat nicht vor seinen Traum zu begraben, es versteht sich natürlich von selbst, dass ihn seine Söldnerkameraden Quark, Seiren, Yuris, Manamia und Jackal bei diesem Vorhaben unterstützen, und sich gemeinsam mit Elza in die Schlacht stürzen.
Das Kampfsystem von The Last Story setzt anders als Genregrößen wie die Final-Fantasy Reihe nicht auf rundenbasierte Zufallskämpfe sondern auf Echtzeit. Ihr habt die Möglichkeit euch auf Zehenspitzen an eure Gegner heranzupirschen und diese mit einem gezielten Hieb zu erledigen oder aber auch in die gegnerischen Reihen stürmen, um einen offenen Kampf zu führen. Die Armbrust, welche aus der Deckung abgefeuert werden kann, wird euch dabei gute Dienste leisten. Mit dem Schwert im Anschlag ist es übrigens ein leichtes aus der Deckung zu preschen und einen verheerenden Schlag ausführen.
Eindruck
The Last Story könnte ein echter Geheimtipp werden. Die Entwickler kitzeln aus der bereits in die Jahre gekommenen Wii noch einiges heraus. Die Entscheidung auf Rundenbasierte Zufallskämpfe zu verzichten wird sicher auch kein Fehler sein. Das Zusammenspiel von Grafik und Sound funktioniert sehr gut und baut eine sehr dichte Atmosphäre auf. Wenn ihr euch für JRPG´s interessiert und in eurem Wohnzimmer eine Wii „herumsteht“, solltet ihr The Last Story unbedingt ins Auge fassen. The Last story erscheint am 24. Februar 2012.
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