Mario und Rabbids Kingdom Battle

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Eine Brille, eine transdimensionale Waschmaschine und Ubisofts verrückte Rabbids sind der Mix, der das Pilz-Königreich von Prinzessin Peach wieder mal ins Chaos und unser bekanntes Allround-Talent Mario direkt in ein neues Abenteuer stürzt – diesmal mit den verrückten Rabbids als Verbündete an seiner Seite. Wenn das mal gut geht …

 

Kenner beider titelgebender Franchises mögen sich unweigerlich die Frage stellen, wer auf die Idee kommt und diese beiden Publikumslieblingen miteinander verbindet – und vor allem, wie um alles in der Welt kommen die Rabbis ins Pilz-Königreich? Die Antworten, die uns Mario und Rabbids Kingdom Battle dafür lieft sind so simple wie genial: Ubisoft schickt die Rabbids in einer Waschmaschine durch die Dimensionen und trifft dabei auf eine Welt, die der unseren sehr ähnelt. In dieser Welt hat eine Erfinderin eine Brille entwickelt, die zwei Objekte miteinander verbinden kann, um so ein neues Objekt zu erschaffen. Noch ein wenig typisches Rabbids-Chaos, eine Prinzessin Peach Perücke – und den Rest kann man sich denken. Na dann mal los …

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Nachdem alle Versuche scheitern, das Schlimmste noch zu verhindern, scheitern, landet Mario, gemeinsam mit Beep-O, der künstlichen Intelligenz der besagten Brille, sowie zwei Rabbids – Rabbid Peach und Rabbid Luigi – im nicht mehr ganz so idyllischen Pilz-Königreich: Die neuen Gefährten müssen mit ansehen, wie sich ringsum Rabbids mit verschiedenen Gegenstände vereinen und zu Vandalen werden, die selbst arme Gumbas fertig machen und diese verkleben. Dies will Mario natürlich verhindern und wie aus heiterem Himmel erhalten alle drei plötzlich Waffen und das eigentliche Abenteuer beginnt.

Der erste Kampf lehrt euch die Grundlagen der rundenbasierten Gefechte und ist demnach wie ein Tutorial aufgebaut, in dem Beep-O, unser neuer allwissender Freund, euch erklärt, dass jeder Held drei Aktionen ausführen kann. Da hätten wir zunächst die Bewegung, bei der sich jeder Held entsprechend seiner Fähigkeiten mehrere Felder weit bewegen und so hinter verschiedenen Objekten verstecken kann. Dies ist aber noch nicht alles; man kann mit seiner Bewegung auch Gegner rammen und ihnen mit einer akrobatischen Grätsche Schaden zufügen. Doch selbst hier ist noch nicht Schluss, denn wenn ihr mit einem anderen Helden kooperiert, so ist es sogar möglich, einen Sprung zu vollführen und so weiter zu kommen als mit einer einfachen Bewegung.

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Als zweite mögliche Aktion kann jeder Held einen Schuss abgeben. Hierfür stehen euch eine Primärwaffe, die ihr in jedem Zug abfeuern könnt, sowie eine Sekundärwaffe, die immer ein paar Züge Cooldown benötigt, zur Verfügung. Jedem Helden steht dabei ein anderer Typ an Waffe zur Verfügung. Während Mario etwa eine sehr starke, aber geradlinige Waffe für seine Gegner nutzt, hat Rabbid Peach eine Art Schrotflinte und kann gleich eine ganze Fläche unter Beschuss nehmen – doch Vorsicht, solche Schüsse machen nicht vor befreundeten Einheiten halt. Eure ersten Waffen verursachen zu Beginn nur simplen Schaden, aber im Laufe des Spiels könnt ihr euch selbstverständlich immer neue Waffen kaufen, die auch Besonderheiten aufweisen, wie etwa das Verschießen von Honig, der euren Gegner für eine Runde bewegungsunfähig macht. Wenn ihr auf einen Widersacher schießt, so hat dieser zwei Werte, die euch die Trefferquote für den normalen Schuss und die Spezialfähigkeit verraten. Je nachdem, hinter welcher Deckung sich euer Gegner verbirgt oder wie sehr euch diese Deckung behindert, gibt es drei Trefferquoten: 0%, 50% und 100%. Aber Achtung beim selbst Verstecken: Manche Deckungen können nur eine abgegrenzte Anzahl an Schüssen aufhalten, ehe sie zerbersten.

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Als dritte Aktion könnt ihr eine von zwei Spezialfähigkeiten nutzen. Hier gibt es je nach Charakter die verschiedensten Aktionen; so hat Mario etwa die Möglichkeit, einen Spontanschuss abzugeben, wobei er immer dann feuert, wenn sich ein Gegner in seiner Bewegungsphase durch das Schussfeld von Mario bewegt. Mario kann aber auch die Stärke der Waffen von befreundeten Einheiten verstärken. Rabbid Peach hingegen kann sich in einem Schutzschild verstecken oder befreundete Einheiten heilen. So hat jeder Held sein ganz persönliches Set an Spezialfähigkeiten, die auch gezielt eingesetzt werden wollen, um euch so im Kampf den idealen Vorteil zu sichern.

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Im Laufe des Spiels, werdet ihr nach und nach mehr Helden befreien, die euch im Kampf unterstützen können, doch euer Team darf stets nur aus drei Helden gleichzeitig bestehen. Unser furchtloser Anführer Mario muss dabei immer mit dabei sein, die anderen beiden könnt ihr frei wählen. Das Team neu zusammenstellen dürft ihr jeweils zwischen den Kämpfen in der sogenannten Kampfzentrale, hier könnt ihr auch neue Waffen zu kaufen und Fähigkeitspunkte verteilen, um neue Fertigkeiten zu erlernen oder bestehende zu verbessern. Vor allem das Austauschen von Teammitgliedern ist ein nicht zu unterschätzender Faktor in der Vorbereitung jeden Kampfes, da sich die Lebensenergie aller Helden immer erst am Ende eines Abschnitts wieder vollständig auffüllt und auch gewisse Spezialfähigkeiten gegen bestimmte Gegner besser oder schlechter geeignet sind.

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Mario und Rabbids Kingdom Battle bietet euch vier Welten, die es zu befreien gilt und die wiederum in verschiedene Abschnitte unterteilt sind, wie wir das schon aus einer Vielzahl von Mario-Spielen kennen. Eure Abenteuer beginnt in den Verlorenen Gärten. Hier kämpft ihr euch zunächst einmal durch das vorhin genannte und gut verpackte Tutorial, entdeckt, wie das Spiel funktioniert, und trefft, wie könnte es anders sein, auf Bowser Jr., der sich ganz in bester Bowser-Familienmanier mal wieder als Gegenspieler profiliert. Von hier aus erlangt ihr zudem auch Zugang zur Hub-Welt, dem Schloss des Pilz Königreichs, von dem aus es in die anderen Bereiche geht.

Den taktischen Tiefgang im Spiel liefert die große Variation an Gegnern. Ubisoft hat hier nicht nur schöne Charakter-Mixe erstellt und bekannte Bösewichte der Mario-Spiele raffiniert rabbifiziert, sondern sie auch mit verschiedenen Eigenheiten ausgestattet. So können sich manche Rabbids beispielsweise heilen, andere bewegen sich sofort auf den Helden, der geschossen hat, zu, wenn sie getroffen werden, und wieder andere können wie Mario einen Spontanschuss abgeben.

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Rund um das Schloss sind die Zugänge zu den einzelnen Welten verteilt, die ihr nach und nach freischaltet, aber auch kleine Bonus-Aufgaben, die für langen Spielspaß sorgen. So gibt es etwa ein Museum, in dem ihr gefundene Modelle von Waffen oder Figuren betrachten könnt; aber auch die Möglichkeit, zu zweit ein paar Kämpfe zu bestreiten, ist hier untergebracht. Dank Zeitreisefunktion dürft ihr überdies vergangene Kämpfe wiederholen.

Mario und Rabbids Kingdom Battle  ist optisch ein wunderbar gelungenes Spiel, das zwar ab und an mal mit kurzen Einbruch in der Framerate zu kämpfen hat, diese fallen aber nicht weiter störend auf, da das Spiel ohnehin nicht auf rasante Reaktionen ausgelegt ist.

 

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