XBOX Scorpio: Das kann die neue Microsoft Konsole

Xbox Scorpio Chip

Das Herzstück der Scorpio, das SOC

Microsoft lässt sich bei den Spezifikationen nicht lumpen – doch was bringt das Hardware-Upgrade? Wir sehen genau hin!

Als die “Scorpio” getaufte Neufassung der Xbox One bei der E3 angekündigt wurde, brodelte die Gerüchteküche. Was kann das Ding, was wird es kosten und was genau ist es eigentlich? Handelt es sich um ein Mid-Generation-Upgrade und wenn ja, was ist das mit der Xbox One S?
Im April wurden nun die genauen Details enthüllt und eines ist klar: Mit den gewaltigen technischen Spezifikationen hängt die neue Xbox One nicht nur die eigenen Vorgänger ab, sondern steckt auch die PS4 Pro in die Tasche.

Klotzen statt Kleckern
Das vom Hersteller TSMC gebaute SOC (System-on-a-Chip) der Xbox One Scorpio vereint, wie mittlerweile üblich, CPU und GPU in einer gemeinsamen Rechenkomponente.  Das Motto lautet hier Klotzen statt Kleckern. Die CPU kommt mit 8 Kernen daher, die auf 2,3 GHz getaktet sind (zum Vergleich: die “klassische” Xbox One aus dem Jahr 2013 bringt 1,75 GHz, die PS4 Pro 2,1 GHz).

Die GPU taktet 40(!) Compute Units mit je 1172 MHz (Xbox One: 12 mit 853 MHz, One S: 12 mit 914 MHz, PS4 Pro 36 mit 911 MHz) und soll so eine Rechenleistung von 6 Teraflops ermöglichen – eine Leistungssteigerung von etwa 360 Prozent zum Vorgänger. Beim RAM werden 12 statt 8 GB verbaut – dazu auch noch der leistungsstärkeren GDDR5 Variante, wie sie auch die PS4 Pro verwendet – die allerdings nur 8GB davon zur Verfügung hat.
Auch die Speicherbandbreite von mehr als 320 GB/Sekunde übersteigt die 218 GB/Sekunde von PS4 Pro. Zusätzlich kommt, wie auch bei der Xbox One S, wieder ein 4K BluRay-Laufwerk zum Einsatz, welches im Gegensatz zur Sony-Konsole entsprechende Video-Discs abspielen können soll.

Den Aussagen des Entwicklungsteams zufolge, hat die Scorpio die Möglichkeit, Inhalte nativ in 4K bei 60 fps auszugeben. Das gilt nicht nur für neue Spiele, auch alte Games bis hin zu Xbox 360-Klassikern sollen von der starken Leistung profitieren, indem Sie schöner dargestellt werden und schneller laden. Die direkte Integration von DirectX12 erleichtert Entwicklern die Arbeit und erlaubt bessere Performance. Zum Äußeren des Geräts oder eventuell angepassten Controllern hat sich Microsoft noch nicht geäußert.

Einzelteile des Scoprio Boards

Komponenten der Scorpio: 1- Engine: 6 Teraflops Rechenleistung und 326GB/s Speicherbandbreite, 2- Flüssigkühlsystem: Die Scorpio ist die erste flüssig gekühlte Spielkonsole
3- Aktiver Lüfter, 4- “Hovis Method”: Reguliert die Stromzufuhr um laut Microsoft die optimale Leistung und geringstmögliche Stromaufnahme zu gewährleisten

Leistung hat ihren Preis

Natürlich gibt es all diese Verbesserungen nicht umsonst. Dem Vernehmen nach wird sich der Preis der neuen Scorpio auf ca. 600 Euro belaufen, womit sie auch empfindlich teurer als die PS4 Pro wird, die mit knapp 400 Euro zu Buche schlägt. Wer also viel “Spielraum” im Geldbörsel hat und dazu noch keine Xbox One (S) besitzt, der darf um die beachtliche Summe immerhin die leistungstechnisch stärkste Konsole dieser Generation sein Eigen nennen, sobald sie im 4. Quartal dieses Jahres erscheint.

Sinn und Sinnlosigkeit
Diese neue Iteration der Xbox One wirft allerdings auch einige Fragen auf: Beispielsweise, ob dieses bereits zweite Mid-Generation Update nach der Xbox One S nötig ist – oder im Umkehrschluss: War die Xbox One S nötig? Wie viele Updates innerhalb einer Konsolengeneration sind vertretbar und dem Konsumenten zumutbar? Ist diese Architektur überhaupt noch in einer Riege mit der ersten Xbox One? Was haltet ihr generell von Mid-Gen-Updates? Diskutiert doch in den Kommentaren mit und lasst uns eure Meinungen wissen!

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