Battle Brothers

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Das finster Mittelalter, Gruppen von wilden Orcs und Goblins durchstreifen die Wälder, die Untoten erheben sich aus ihren Gräbern, der Kampf um die Herrschaft über Ländereien tobt und du mitten drin. So findet ihr euch in Battle Brothers schnell als Anführer einer kleinen Gruppe von Söldnern wieder, die sich gerade so durchschlagen und nach Höherem streben.

Battle Brothers ist eine ungewohnte Mischung aus rundenbasiertem Strategie- und Rollenspiel, das in einer fast grenzenlosen Welt angesiedelt ist. Tabletop-Spieler oder Freunde von Dungeons & Dragons werden sich schnell in der Spielmechanik zurechtfinden, obwohl es sich zu Beginn etwas schwierig gestaltet, seine Möglichkeiten kennenzulernen. Hierfür bietet euch der Szenarien-Modus eine Auswahl aus neun verschiedenen Szenarien und versetzt euch hierbei jeweils in eine einzelne Schlacht mit unterschiedlichen Herausforderungen. So gibt es zum Einstieg kleine Schlachten mit kurzer Spieldauer, aber auch herausfordernde Szenarien, die all euer taktisches Geschick fordern; ein eigenes Tutorial, um die Steuerung und die Aktionen kennenzulernen, gibt es im Gegenzug nicht.  Der erste Kampf gestaltet sich dadurch sehr viel schwieriger als notwendig, da man in alles im Trial & Error Verfahren erforscht, nach kurzer Trainigszeit geht aber alles flüssig von der Hand.

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Jeder Charakter besitzt einen Charakterbogen, bestehend aus sechs Werten. Es gibt neben den Rüstungswerten für Kopf und Körper so auch Trefferpunkte (Lebensenergie), einen Moralwert, eine Ermüdungsanzeige sowie die Actionpoint-Anzeige der Einheit. Der zunächst wichtigste Wert ist dabei der Actionpoint-Wert. Für jede Aktion, die der Charakter durchführt, benötigt er eine entsprechende Anzahl an Punkten; so kostet die Bewegung über flaches Grasland etwa nur einen Punkt, während über sumpfiges Gelände schon zwei oder mehr Punkte fällig sein können. Andere Aktionen, wie Attacken, können schnell teurer werden. Hier beginnt der erste Aspekt der taktischen Finesse das Spiels, da man mit seinen Punkten gut Haushalten sollte – sonst kann es schnell passieren, dass man endlich vor seinem Gegner steht, aber unfähig ist, weitere Aktionen auszuführen. Zu den Fähigkeiten, die jeder Charakter von Beginn an ausführen kann, kommen jeweils noch weitere Fähigkeiten, die er im Laufe des Abenteuers lernen kann, um zu einem besseren Kämpfer zu werden. Auch die Wahl der Rüstung zum Start jedes Szenarios sowie das Anlegen der vielen Waffen und der Einsatz tierischer Begleiter individualisiert euren Kämpfer.

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Wenn man sich durch das erste Szenario gekämpft und die Steuerung verstanden hat, entfaltet das Spiel seine Reize erst richtig und jedem passionierten Tabletop oder Pen & Paper Spieler geht das Herz auf.  Alle anderen sollten jedoch einen Hang zu tiefgründigen Strategiespielen oder aber genug Durchhaltevermögen, um die Regeln zu verinnerlichen mitbringen.

Nach dem erste Szenario ist man zudem für die Kampagne gerüstet. Diese beginnt mit der Auswahl eures Banners und der Benennung eurer Crew sowie der Auswahl der Hauptbedrohung eurer individuellen Kampagne. Zur Auswahl steht ein Krieg der Fraktionen, eine Invasion der Grünhäute oder die Auferstehung der Toten. Wenn Ihr euch nicht entscheiden könnt, so kann auch die Gefahr per Zufall ausgewählt werden, oder ihr fürchtet zu viel Herausforderung für euch und spielt deshalb gänzlich ohne Bedrohung.

Nach dem ersten kleinen Scharmützel müsst ihr euch nun in einer großen offenen, nicht immer freundlichen, Welt zurecht finden, versucht euch mit Aufträgen zu finanzieren, macht euch Freunde und Feinde, vernichtet Bedrohungen und baut euer Imperium auf.

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Mit dem Geld, das ihr über eure Aufträge und die Beute, die ihr in den Kämpfen erhaltet, verdient, lässt sich eure Mannschaft mit besseren Waffen und Ausrüstung aufwerten. Auf euren Reisen durch die Welt erreicht ihr zudem Orte unterschiedlicher Größe und Ausstattung. So gibt es in manchen Orten nur das Nötigste, wie ein Lagerfeuer und eine Schenke, aber auch Schmieden und andere Handwerksbetriebe können angesiedelt sein. In den Orten könnt ihr euch weiters auch nach Informationen in den Tavernen umhören und so manch einem Bürger sitzt die Zunge locker, wenn ihr ihn auf ein Bier einladet. In der Schmiede gibt es bessere Waffen, aber auch neue Kämpfer für eure Mannschaft können angeheuert werden.

 

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