For Honor

For Honor

Realistische Kämpfe, die strategisches Vorgehen verlangen, ein fordernder Multiplayer und das Ganze Verpackt in schöner Aufmachung – klingt gut? Dann sollet ihr euch Ubisofts heiß erwarteten Titel For Honor auf keinen Fall entgehen lassen!

Die Story ist schnell erklärt: Der Kriegsfürstin Apollyon sind die schwach gewordenen Ritter der Eisenlegion, die Entehrung der Samurais des Sonnenimperiums und die Verweichlichung der Clans der Wikinger, die ihre Waffen niedergelegt haben, ein Dorn im Auge. Die Schwachen sollen aussortiert werden und nur mehr wahre Krieger übrigbleiben. Hierfür sät die Fürstin Zwietracht unter den Fraktionen und entzündet immer wieder neue Konflikte, um die Völker gegeneinander aufzuhetzen und in den Kampf zu treiben. Während der etwa sechsstündigen Single-Player-Kampagne erfahrt ihr auch kaum mehr über Apollyons Motivation und geratet stattdessen regelmäßig mit eher seichten Charakteren in Konflikt. Unterbrochen wird das Geschehen von einigen einzigartigen Sequenzen wie Vorfolgungsjagden per Pferd oder herausfordernden Belagerungen von Festungen. Wem das jetzt zu trist klingt, der sollte den Titel jedoch noch lange nicht abschreiben, denn glücklicherweise scheint die Story-Kampagne im großen Ganzen, das For Honor ausmacht, ohnehin bloß ein erweitertes Tutorial für den umfangreichen Multiplayer-Modus zu sein – und dieser hat es wirklich in sich.

For Honor

Taktische Kriegsführung
For Honor ist ein Third-Person Kampfspiel, das in einem fiktiven Zeitalter angesetzt ist. Drei Fraktionen, repräsentiert durch Ritter, Wikinger und Samurai, kämpfen erbittert gegeneinander, um die Gunst der Kriegsfürstin zu erhalten. Jeder Fraktion stehen dabei vier Kämpfer zur Seite, zwischen denen ihr wählen könnt. Diese sind wiederum in drei Klassen unterteilt, die jeweils ihre Vorteile, aber auch ihre Schwächen haben – so gibt es etwa Vanguards, deren Stärke in einer guten Balance zwischen Angriff und Verteidigung liegt,  Tanks, die viel Schaden austeilen, aber auch sehr träge sind, sowie Assassinen, deren Angriffe sehr schnell verlaufen, aber wenig Schaden verursachen. Jeder Fraktion steht zudem eine vierte Hybride-Klasse zur Verfügung, die die verschiedenen Vor- und Nachteile der anderen Klassen mit einander vereint. Während der Kämpfe gilt es nun, diese spezifischen Fähigkeiten gegen eure Gegner auszuspielen – und genau darin liegt der große Reiz von For Honor.

For Honor

Anders als in den meisten Action Games, werdet ihr bei For Honor mit bloßem Button-Mashing oder den immer gleichen Manövern nicht weit kommen. Während andere Spiele dieser Art eine klare Richtung einschlagen und in einem Hack-and-Slay-Abenteuer enden, geht For Honor einen neuen Weg und bringt neue taktische Elemente in den Kampf ein, die das Game zum perfekten Titel für alle Fans von realistischen Duellen machen. Das Kämpfen gegen normale Fußsoldaten ist sehr simpel und auch nicht das Hauptaugenmerk des Spiels: Mit ein paar einfachen Schlägen sind diese sogar in großen Scharen im Nu beseitigt. Ganz anders sieht es jedoch im Kampf Mann gegen Mann aus, denn hier kann For Honor seine wahre Tiefe zeigen und sich von vergleichbaren Spielen abheben: Jedem Kämpfer stehen ein leichter Angriff sowie ein schwerer Angriff zur Verfügung; diese werden über die rechten Schultertasten des Controllers aktiviert, während der rechte Analogstick bestimmt, wohin der Kämpfer schlägt. Er kann seine Schläge auf die linke Seite, gegen den Kopf oder die rechte Seite richten, gleichzeitig kann aber der Gegner diese Schläge entsprechend durch Drücken des rechten Analogsticks in dieselbe Richtung parieren – und umgekehrt. Durch das Aneinanderreihen der diversen Schläge und Aktionen könnt ihr zudem Kombos auslösen, die Gegner mitunter gegen Wände oder von Klippen befördern können, sie euch vom Leib halten oder besonders viel Schaden zufügen. Je nachdem, welche Klasse ihr selbst spielt und welcher Klasse ihr gegenübersteht, ist es deshalb unbedingt notwendig, die Angriffe eures Gegenübers vorauszuahnen, Lücken in deren Verteidigung auszunutzen und so ebenso so ständig neue Taktiken zu entwickeln, um effektive Manöver auszuführen. Auch müsst ihr mitunter euer Umfeld miteinbeziehen, um erfolgreich zu sein. Als weiterer Faktor kommt hier noch das Ausdauersystem hinzu: Jede Aktion kostet euch Ausdauer, die sich mit der Zeit von selbst regeneriert. Ist sie erschöpft, seid ihr für kurze Zeit unfähig, weitere Aktionen auszuführen; ihr müsst also während der Kämpfe obendrein mit eurer Energie haushalten – wildes Aktionen-Hämmern fällt damit aus. All diese Featuers in Kombination machen das Kampfsystem von For Honor zu einem der komplexesten, das wir in dieser Art von Spiel je gesehen haben – und damit für Genre-Fans auch zu einem der interessantesten. Bereitet euch der vorhin erwähnte Story-Modus in erster Linie darauf vor, all diese Features richtig einzusetzen, werdet ihr den Großteil eurer Spielzeit im Multiplayer und beim Perfektionieren eurer Skills gegen menschliche Kontrahenten verbringen.

For Honor
Gemeinsam sind wir stark
Der Multiplayer ist offensichtlich der Hauptteil von For Honor. Im Spiel stehen euch insgesamt fünf Spielmodi zur Auswahl: Das Duell, einem Kampf auf Leben und Tod, Mann gegen Mann, das Geplänkel, in dem ihr euch mit einem Freund einem gegnerischen Duo stellt, dem Herrschaftsmodus, bei dem es gilt, im Team Flaggenpunkte zu erobern, der Vernichtung, bei der das feindliche Team ausgeschaltet werden muss, sowie das Scharmützel, bei dem ihr für verschiedene Aktionen, wie etwa Heldenkills oder Flaggeneroberungen, Punkte erhaltet. Besonders gut gefallen uns hierbei die Kämpfe in kleinen Teams – hier kommen sowohl das komplexe Kampfsystem bei Kämpfen gegen eure Gegner wie auch die durchdachten Teamkomponenten, wie das Wiederbeleben eurer Teamkameraden, um siegreich zu sein, besonders gut zur Geltung.

Als zusätzliches Feature gibt es im Multiplayer obendrein den Fraktionskrieg: Zu Beginn des Spiels müsst ihr euch hierbei für eine Fraktion entscheiden, die von euch unterstützt werden soll. Diese Entscheidung hat später keinen Einfluss auf euer Spielerlebnis oder die Möglichkeiten, welche Fraktionen ihr spielen könnt, legt jedoch fest, welcher Fraktion eure Punkte gut geschrieben werden. Mit jeder gewonnen Schlacht im Multiplayer erhaltet ihr diese Punkte, die dann auf Gebiete verteilt werden können, welche von eurer Fraktion erobert werden soll. Am Ende jeden Tages, einer sogenannten Session, werden die Punkte in den Gebieten verglichen und sie werden von jener Fraktion erobert, welche die meisten Punkte in das Gebiet investiert hat. Nach 14 Sessions endet eine Runde. Danach wird alles zurückgesetzt und die Fraktionen bewertet. Mehrere Runden bilden eine Liga, in der jeweils eine Fraktion als Sieger hervorgeht. Das Siegerteam wird dabei mit Kriegsbeute belohnt: Besondere Gegenstände, über die sich die Spieler der Fraktion freuen können.

 

Für den individuellen Look bei all der Multiplayer Action wird ebenfalls gesorgt: Alle Kämpfer sind individualisierbar in Geschlecht, Schildwappen und Insignien, oder durch beispielsweise Tattoos. Im Shop zum Game können etliche Gegenstände und Merkmale gekauft werden. Das Schöne daran ist, dass jedes Item per Ingame-Währung gekauft werden kann und diese auch bloß spärlich verteilt wird. Coole Items zu ergattern ist dadurch nicht nur wirklich belohnend, sondern auch so schwierig, dass kaum jeder zweite damit rumlaufen wird. Zusätzliche Ingame-Währung kann zwar auch mit echtem Geld zugekauft werden; viel ehrenhafter ist es jedoch, Skills, Zeit und Anstrengung zu investieren.

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