Uncharted 4: A Thief’s End

Schon im Vorfeld war der Hype groß, jetzt nach Release hat er sich nur noch gesteigert. Was ist also dran am großen Serien-Finale um Nathan Drake?
Und um die Spannung nicht zu groß werden zu lassen: Ja, das Game ist fantastisch. Nein, perfekt ist es nicht.

Die Handlung ist besonders nach dem etwas wirren und zusammengewürfelt wirkenden dritten Teil erfrischend nachvollziehbar und “glaubwürdig”. Die Hintergrundstory, also die eigentliche Abenteuergeschichte um berühmte Piraten und ihr Utopia ist, wie ich finde, die interessanteste und spannendste bisher.

 

Die Gebrüder Drake auf der Flucht

Die Gebrüder Drake auf der Flucht

 

Technisch ist das ganze Spektakel über jeden Zweifel erhaben. Die Grafik ist umwerfend. Alles sieht wunderschön aus, egal ob man grade durch eine tropische Höhle klettert oder im schottischen Hochland Söldner erschießt.
Das selbe gilt für den Sound und vor allem das Voice-Acting (im Original, zur deutschen Fassung kann ich mich nicht äußern). Aber das ist man, ebenso wie die wunderbaren Gesichts-Animationen, oder auch den mitreißenden Soundtrack von der Serie ja gewohnt und wird in Teil 4 nicht enttäuscht.

 

Nathan und Sully genießen die Aussicht

Nathan und Sully genießen die Aussicht

Leider hab ich auch immer noch das selbe Problem mit U4 das ich schon mit den Vorgängern hatte. Die Shoot-Outs. Auch wenn meine generelle Abneigung gegen plötzlich auftauchende Räume voller Kisten und Boxen, in denen ich dann die nächsten Minuten versuche 20 schwerbewaffnete Söldner umzubringen um endlich zum eigentlichen Spiel zurückzugelangen, rein subjektiv ist, gibt es doch das eine oder andere altbekannte Problem mit der Kampfsteuerung. Als Beispiel nur Drakes Unschlüssigkeit ob er bei drücken der Kreis-Taste denn wegrollen oder sich in Deckung werfen soll.
Ich muss allerdings eingestehen das die Shooter-Passagen hier, im Gegensatz zu den Vorgängern, kürzer erscheinen und sich meist homogener ins Gesamtgeschenen einfügen.

 

Wieder mangelt es nicht an bewaffneten Söldnern und anderem Gesocks, das uns am Weiterkommen hindern will

Wieder mangelt es nicht an bewaffneten Söldnern und anderem Gesocks, das uns am Weiterkommen hindern will

Eine andere Sache ist die mitunter maßlose Skriptung. Sie soll dafür sorgen das im Besonderen die an Kino Action erinnernden “high-adrenaline” Sequenzen richtig episch wirken. Das tun sie auch…solange bis ich mal nicht auf Anhieb das tu was das Spiel von mir möchte. Dann muss ich von vorne anfangen und das epische Feeling ist verflogen. Passiert mir das ganze 3 oder 4 mal wird aus episch nervig.

Der letzte Kritikpunkt für mich persönlich wäre dann noch der Showdown, der nicht viel mehr als ein aufgeblasenes Quick-Time Event ist, da hätte ich mir nach all den aufregenden Stunden ein bisschen mehr erwartet.

 

Kleine Ausfahrt mit Freunden gefällig?

Kleine Ausfahrt mit Freunden gefällig?

Trotz alldem, ein Pflichttitel für jeden PS4 Besitzer und alle anderen die die Möglichkeit haben Uncharted zu spielen.

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