Ori and the Blind Forest

Während die großen Publisher versuchten auf der E3 im vergangenen Sommer die Aufmerksamkeit der Gaming-Welt auf ihre neuen Produkte zu ziehen, gelang es einem kleinen Wiener Entwickler namens Moon Studios, zur Überraschung aller, den ganzen millionenschweren AAA-Titeln die Show zu stehlen.
Die Rede ist natürlich von Ori and the Blind Forest, welches jetzt endlich im Handel erhältlich und auch weiterhin für respektvollen Applaus sorgt. Sehen wir uns also an was dran ist an dem kleinen Titel aus dem kleinen Land.

 

 

Der wohl augenscheinigste Aspekt von Ori ist wie unglaublich hübsch es anzusehen ist. Wunderbare Wald-, Berg- oder Höhlenlandschaften, die Teils wie Aquarelle anmuten, dazu liebevoll animierte Figuren und Hintergründe. Dazu ganze mitunter atemberaubend schön ausgeleuchtet, hier kommt man aus dem Staunen kaum heraus.
Die Musik dazu hält sich meist im Hintergrund, besteht oft nur aus schönen, atmosphärischen Klängen, oder einfachen, sanften Melodien die sich wunderbar ins Gesamtbild einfügen.

 

Ori and the Blind Forest

Schwimmen Kann unser kleiner Freund erst im späteren Verlauf.

 

 

So weit, so wunderbar! Aber worum geht’s eigentlich?
Ori ist ein verwaistes Waldwesen, eine putzige Mischung aus Häschen, Fuchs und Kätzchen. Die Einleitung ins Spiel ist wohl die herzzerreißendste seit dem  Pixar-Film Oben und erzählt warum unser kleiner Held nun ganz allein und in einer unwirtlichen Gegend sich aufmachen muss um seinen Wald zu retten.

 

Ori and the Blind Forest

Noch ist die Welt in Ordnung.

 

 

Wir steuern Ori durch eine in Seitenansicht dargestellte Welt im klassischen Metroidvania-Stil. Soll heißen: Wir hüpfen, hangeln und kämpfen uns durch verschiedenste Unwegsamkeiten und Gegner auf einer riesige Karten, wobei uns die Geschichte immer den Weg zum nächsten Zwischenziel anzeigt. Im Laufe unseres Abenteuers erhalten wir immer neue Fähigkeiten oder Verbesserungen der Alten, um im späteren Verlauf Zugang zu all den versteckten Abkürzungen, Geheimgängen und weiteren Upgrades zu bekommen.

 

Ori and the Blind Forest

Nicht alle Plätze die man besucht sind hübsch und lauschig.

 

 

Das Ganze haben wir zwar schon unzählige Male gesehen, spielt sich aber äußerst unterhaltsam und steuert sich zumeist intuitiv und präzise. Freunde des Genres werden sich sofort wie zuhause fühlen. Einzig das Speichersystem ist eine wirkliche Neuerung, denn hier kann man selbst entscheiden wo und wann man speichern möchte. Allerdings geht das auf kosten einer Ressource, die erst wieder aufgefüllt werden will. Auch seine Skills kann man nur an den „selbstgebauten“ Speicherpunkten verbessern.
Man sollte sich auch nicht von der märchenhaften Präsentation zu sehr täuschen lassen: Ori and the Blind Forest wird mitunter bockschwer. Unfaire Stellen gibt es zwar kaum, Frust kommt aufgrund der stellenweise recht happigen Hüpf-Einlagen immer wieder mal auf.

 

Ori and the Blind Forest

Da wollen wir hin!

 

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