Skyforge

Neue Massive Multiplayer Spiele haben es nicht leicht heutzutage – ganz besonders das Free-to-play-Segment ist hart umkämpft. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein neuer Vertreter des Genres das Licht der Welt erblickt.

Jedes versucht auf andere Art, besser als alle anderen zu sein (vielleicht mit Ausnahme derer, die nur wie WoW aussehen und ein paar Euro abzocken wollen). Ob in hübsch gemaltem 2D, aufwendigem 3D, im klassischen Fantasy-Setting oder mit finsterem Horror-Szenario, mit dem Hauptaugenmerk auf Spieler gegen Spieler Inhalte (PvP) oder Fokus auf Gruppenspiel gegen computergenerierte Gegner (PvE) – diese Titel kommen in allen erdenklichen Größen, Formen und Farben und kämpfen um die Gunst einer offensichtlich immer noch wachsenden Zielgruppe.

In diesem Umfeld aufzufallen, ist nicht einfach, dennoch gelingt es dem einen oder anderen Game, sich aus der Masse schon vor Veröffentlichung hervorzuheben – so etwa Skyforge.

Skyforge Lore

Eine Gegner-Rasse in Skyforge

Das erste auffällige an Skyforge sind die Entwickler. Während das Allods Team als Entwickler des recht erfolgreichen, auch Allods genannten, MMO-Titels noch wenig überrascht, tut das der Name Obsidian Entertainment dann umso mehr. Die Traditions-Schmiede ist zwar für ihre Rollenspiele bekannt (Star Wars: Knights oft the Old Republic II, Neverwinter NIghts 2, Fallout: New Vegas), hat sich aber bisher nie mit MMOs beschäftigt.

Eine durchaus interessante Kombination also, die neue Ideen und frischen Wind verspricht.

Skyforge Lore

Fantasy und Sci-Fi werden, ähnlich wie in den Final Fantasy-Spielen, gekonnt vermischt

Der wohl auffälligste Unterschied zu den meisten anderen Spielen des Genres ist die Möglichkeit, mit ein und demselben Charakter alle möglichen Klassenwege zu bestreiten. Das ist zwar keine neue Erfindung (siehe z.B. Final Fantasy XIV), funktioniert hier aber auf eine gänzlich andere Art.

Seinen Charakter entwickelt man auf dem sogenannten Ascension Atlas. Dabei handelt es sich um eine Art Karte, auf der man Punkte, die man sich durch diverse Aktivitäten im Spiel verdient, ausgibt, um Stationen freizuschalten, welche dann wiederum den Zugang zu weiteren Stationen ermöglichen.
Durch Freischaltung dieser Stationen erspielt man sich neue aktive und passive Skills, sowie Attribut-Verbesserungen.
Man kann in Skyforge also zwar jederzeit Klasse wechseln, um diese aber effektiv spielen zu können, müssen die entsprechende Skills auf dem Ascension Atlas erstmal freigespielt sein. Dieses System bedeutet zudem, dass es keine Level gibt, sondern nur die Möglichkeit, nach und nach alle Skills und Boosts auf der Karte zu kaufen.

Skyforge Ascension Atlas

Der Ascension Atlas – es gibt viel zu tun

Als alternativen Weg, seinen Fortschritt zu messen, um den Mangel an Levels auszugleichen, gibt es überdies einen Prestige-Wert. Dieser setzt sich aus dem Fortschritt, den man am Ascension Board macht, den Abenteuern, die man bestanden hat, und der Qualität der Ausrüstung, die man trägt, zusammen.

Mit steigendem Prestige-Wert werden sich früher oder später Anhänger einfinden, die man Aufträge erledigen lassen kann, was den Wert weiter steigert. Diese Anhänger werden im Verlauf des Spiels also immer mehr und bauen auch Tempel und Statuen, um weitere Anhänger anzuwerben. Erreicht man eine gewisse Größe an Gefolgschaft und damit Prestige, wird man gar zum Gott „ernannt“, was sich sowohl optisch wie auch auf die Kampffähigkeiten des Charakters auswirkt.

Skyforge Temple

So oder so ähnlich könnte es in einen euch gewidmeten Tempel aussehen

Was das Kampfsystem angeht, wird beim Allods Team ein eher actionlastiger Weg beschritten. Ähnlich wie zum Beispiel in Tera, wird auf das altbewährte „Ziel wählen, Skill-Buttons malträtieren, wiederholen“-System verzichtet. Der Blickwinkel unserer Spielfigur ist per Maus frei drehbar und der Screen in der Mitte mit einem Fadenkreuz versehen, welches dabei hilft, seine Gegner auch tatsächlich zu treffen.
Überdies sind nur acht Fähigkeiten gleichzeitig verfügbar, welche allerdings außerhalb des Kampfes jederzeit auswechselbar sind. Zudem haben einige Skills zwei Anwendungs-Modi, wie etwa verschiedene Effekte, abhängig davon, ob man die zugeordnete Taste nur antippt oder gedrückt hält.
Es gibt zehn Klassen, wie etwa Gunner, Paladin, Lightbender, Berserker oder den Necromancer, die sich alle verschieden anfühlen und spielen.

Skyforge Paladin

Der Paladin in voller Aktion

Skyforge befindet sich derzeit in der geschlossenen Beta-Phase und soll im Laufe des Jahres als Free-to-play Titel für PC erscheinen.

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