Dragon’s Dogma

Bekanntlich sind derzeit nicht viele Rollenspiele aus dem Hause Capcom am Markt: Mit Dragon’s Dogma macht der Publisher einen großen Schritt und mischt sich unter Genre-Größen wie The Elder Scrolls V: Skyrim oder Two Worlds – ob erfolgreich oder nicht erfahrt ihr in unserem Test-Bericht!

Bombastischer Anfang einer langen Reise…
Nach einem kurzen Intro-Level, welches euch einige Gameplay-Elemente von Dragon’s Dogma näher bringt, taucht ihr erstmals in die Fantasy-Welt Gransys ein. Ein ruhiges Fischerdorf wird von einem monströsen Drachen angegriffen, unser Held (oder Heldin) stellt sich zwar tapfer dem Kampf, wird aber schnell besiegt. Der Drache verspeist dabei das Herz des Protagonisten, der aber dennoch auf wundersame Weise überlebt und sich kurze Zeit später als “Arisen” betitelt aufmacht, um dem Drachen den Gar auszumachen und sein Herz zurück zu erobern.

Dragon's Dogma: Screenshot 1

Die Welt Gransys, die ihr dabei frei erforschen könnt, strotzt vor allerlei Ungetier, angefangen von Goblins, Wölfen und Harpyien, bis hin zu riesigen Trollen, Hydras und Zyklopen und bietet zugleich auch jede Menge sehr ansehnliche Schauplätze: Verlassene Festungen und Burg-Ruinen, die zumeist von Banditen behaust werden, tiefe Höhlen, in denen ihr gegen Skelette und Untote bestehen müsst und dunkle Wälder, in denen auch mächtige Chimären ihr Unwesen treiben.

Ihr seid nicht alleine…
Bei einer solch lebhaften Welt schlittert ihr natürlich von einem Kampf in den nächsten, weshalb es gut ist, dass ihr eigentlich nie alleine unterwegs seit. Capcom hat dabei ein höchst interessantes Vasallen-System eingebaut: Nach der Erstellung eures Helden, den ihr dank eines sehr umfassenden Editors bis ins kleinste Detail individualisieren könnt, erstellt ihr euch auch einen Begleiter, der euch im gesamten Abenteuer tapfer zur Seite steht und ebenfalls Erfahrung sammelt. Aber ihr könnt noch zwei weitere Begleiter aus dem sogenannten Rift, einer Art Parallelwelt, in euer Team aufnehmen – die ihr auch jederzeit wieder austauschen könnt. Diese Vasallen können, sofern ihr online spielt und mit dem Capcom Server verbunden seid, Gefährten von anderen Spielern sein. Da diese meistens nicht nur mehr Erfahrung im Kampf haben, sondern auch Kenntnisse über Quests und Gegner mitbringen, erhaltet ihr immer wieder hilfreiche Tipps und Hinweise auf die Lösung einer Aufgabe oder die Schwachstellen eines Gegners. Umgekehrt begibt sich natürlich auch euer Begleiter gelegentlich in die Dienste eines anderen Spielers, aus denen er mit Erfahrung und manchmal auch Items zurückkehrt.

Dragon's Dogma: Screenshot 2

Auch wenn die KI-Begleiter ziemlich viel quatschen, sind sie dennoch sehr hilfreich in Kämpfen. Zwar könnt ihr per Steuerkreuz nur drei direkte Befehle geben, was die Vasallen dazu veranlasst, auszuschwärmen, sich beim Spieler zu sammeln oder ihm zu helfen, trotzdem agieren sie im Gefecht recht intelligent: Sie verzaubern eure Waffen mit verschiedenen Elementen oder heilen euch, tragen zu Boden gegangene Kameraden in eure Nähe oder nehmen Gegner in den Würgegriff, damit ihr einen sicheren Treffer landen könnt.

Für besondere Highlights in Dragon’s Dogma sorgen natürlich die übergroßen Gegner wie Zyklopen, Hydras oder Greife. Diese Monster sehen nicht nur imposant aus, sondern sind auch gegenüber Angriffen dementsprechend widerstandsfähig . Fantastisch ist die Möglichkeit, an solchen Ungetümen hinaufzuklettern, die auch von euren Begleitern gerne genutzt werden. Da muss man schon ein wenig schmunzeln, wenn ein riesiger, mit den Armen fuchtelnder Troll verzweifelt versucht, den lästigen Krieger loszuwerden, der mit dem Schwert seinen Nacken bearbeitet, nur um sich dann als letzte Lösung auf den eigenen Rücken zu werfen.

kae0zz

Christian ist Leitender Redakteur und kümmert sich um alles rund um SpielQuadrat und SpielQuadrat.TV. Derzeit zockt er Assassin's Creed III und Halo 4. Du kannst ihm via Twitter (@kae0zz) oder Google+ (+kae0zz) folgen.

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