Bei der Marke Fable denkt man eigentlich an ungewöhnliche Rollenspiele mit packender Story und der Entscheidungsfreiheit, ob man nun gut oder böse sein will. Mit Fable Heroes gehen Microsoft und Lionhead allerdings in eine ganz andere Richtung: in die des Hack ’n Slays. Ob der Ausflug in ein anderes Genre gelungen ist oder man doch eher die Finger davon lassen sollte, werdet ihr gleich erfahren.
Party
Im Grunde genommen ist Fable Heroes ein typisches Party-Spiel. Mit mäßiger Knuddel-Optik begebt ihr euch in die Welt von Albion. Hier tretet ihr aber nicht die typische Reise an, wie ihr sie schon aus den drei ‚großen’ Spielen kennt, sondern ihr kämpft an Fable-typischen Schauplätzen zu viert gegen allerhand altbekannte Wesen und zwar mit dem Ziel, am Ende jedes schlauchförmigen Levels die meisten Goldstücke euer Eigen zu nennen. Am Ende eines jeden Levels habt ihr dann noch die Wahl, einen richtigen Bosskampf zu bestreiten oder an einem Minispiel teilzunehmen. Derjenige, der zum Schluss die meisten Münzen eingesackt hat, ist der Sieger. Außerdem bestreitet ihr nach jedem beendeten Level eine Art Würfelspiel, um neue Fähigkeiten zu erlangen. Ihr rückt die entsprechenden Felder vor, die euch der Würfel anzeigt und könnt nun zwischen bestimmten Upgrades auswählen, die ihr mit eurem zuvor eingesammelten Gold kaufen könnt. Das ganze könnt ihr wahlweise alleine, im lokalen Multiplayer mit drei Freunden oder über Xbox Live spielen.
Was sich eigentlich ganz gut anhört, erweist sich spätestens nach fünf Minuten als total langweilig. Die Steuerung ist mäßig, die Grafik auch nicht sonderlich berauschend und die verschiedenen Schwierigkeitsgrade auch nicht unbedingt eine große Motivation. Generell wirkt das ganze Spiel relativ lieblos gestaltet, was auch nicht die Knuddel-Optik wieder wettmachen kann. Sobald man jedoch reale Mitspieler hat, kann Fable Heroes durchaus Spaß machen und als eine Art Mario Party-Ersatz für die Xbox 360 herangezogen werden.
Fazit
Fable Heroes ist nicht gerade das Gelbe vom Ei – zumindest solange man alleine spielt. Für Solisten bietet es einfach zu wenig Inhalt und Motivation, um langfristig Spaß zu machen, sollte man jedoch öfter einmal Freunde zu Besuch haben, die gerne Party-Spiele spielen, dann sind es durchaus gut investierte 800 Microsoft Points.
