Erfolgreiche Beat ‘Em Ups kriegen alle Jahre wieder einen neuen Teil spendiert, so auch Soul Calibur. Beinahe vier Jahre sind ins Land gezogen und wir können uns nun endlich an einem neuen Teil erfreuen. Was hat Namco Bandai dieses Mal hervorgezaubert? Kann dieser überzeugen oder kann man getrost beim Vorgänger bleiben?
Wer braucht Story? Ich will kloppen!
Für all jene, die Soul Calibur noch nicht kennen: Es handelt sich um einen 3D Prügler, doch anstatt die Fäuste sprechen zu lassen, vertrauen die meisten Charaktere auf ihre Waffen, die in Vielfalt vorhanden sind. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen zwei Schwerter: Soul Blade, das das Gute repräsentiert und Soul Edge, welches das manifestierte Böse darstellt.
Die Geschichte von Soul Calibur V wird ausschließlich im Storymodus erzählt. In den zwanzig Episoden schlüpft ihr meistens in die Rolle von Patroklos, der sich auf eine Reise begibt, um seine Schwester wiederzufinden. Anhand von feinen Storyboard-Zeichnungen wird die Geschichte abwechselnd mit Rendersequenzen erzählt, deren Qualität meistens schlicht und einfach umwerfend ist. Jede Zeile wurde synchronisiert und von den Sprechern mit einer gehörigen Portion Theatralik versehen. Die Untertitel und das Astralmenü sind auf Deutsch, der Rest hingegen komplett auf Englisch, was dem Spiel aber keinen Abbruch tut.
Generell bei Kampfspielen und leider auch bei Soul Calibur ist der Story-Part etwas enttäuschend. Die schnell durchgespielte Kampagne ist der einzige Modus, der euch mit Hintergrundwissen über die Schwerter versorgt. Einzelne Rendervideos gibt es nicht zum Freischalten und die Motivation das Spiel mit jedem Charakter durchzuspielen, fehlt leider zur Gänze.
Am Kampfsystem selbst wurde nicht viel verändert. Ein Sieger wird durch Knock Out oder Ring Out ermittelt, primär mit horizontalen und vertikalen Attacken eurer Waffen, die ja schließlich zum Einsatz kommen sollen. Die sichtbare Neuerung ist das verbesserte Critical Edge System, das an die Ultra Combo Leiste von Street Fighter IV erinnert. Um diese aktivieren zu können, müsst ihr aktiv Prügel einstecken oder besser noch: selbst verteilen.
